Hola,

zu Beginn des  Monats begann für die Jungs die Abendschule, was sowohl ihren als auch meinen Tagesablauf im Projekt änderte. Die Schule beginnt um 18.30 und endet um 21.30 Uhr, vorher essen alle noch zu Abend, nach Schulschluss gibt es im Projekt noch ein kleines Refrigerio, beispielsweise Tee und Brot, damit niemand mit leerem Magen ins Bett gehen muss.

Der Wochenplan von Luca und mir ist mittlerweile etwas vielseitiger als vorher. Dienstags und freitags helfen wir Walter bei der Straßenarbeit, mittwochvormittgas fahren wir mit Angela zum Einkaufen in die Stadt. Auf dem mercado campesino, der hinter der Laguna Alalay liegt ist dann Markttag und Obst und Gemüse werden von vielen verschiedenen Ständen günstiger als im Zentrum angeboten.

Hola,

der Monat Januar war geprägt von meiner zweiwöchigen Reise durch Bolivien und Peru und dem anschließend in Cochabamba stattfindenden Zwischenseminar.

Am Abend vor Silvester machte ich mich mit meinen Mitfreiwilligen auf den Weg nach Sucre, wo wir mit befreundeten Voluntarios in das neue Jahr feierten. Sucre ist eine wunderschöne Stadt, die gut erhaltenen, weißen Kolonialbauten in der Innenstadt sind sehr beeindruckend.

Hola,

im Dezember haben für die Jungs die Weihnachts- und gleichzeitig auch Sommerferien begonnen, deswegen Stand dieser Monat unter dem Zeichen gemeinsamer Aktivitäten.

Gefühlt waren wir jeden Tag Fußballspielen, mal auf der Cancha des Projekts, mal auf dem Bolzplatz und ab und zu auch auf dem großen Rasenplatz, der einige Gehminuten von unserem Grundstück entfernt liegt. Auch wenn mir das Fußballspielen einen riesen Spaß macht, irgendwann wird es dann doch etwas eintönig und daher freute ich mich sehr darüber, als unsere Chefin die Jungs und mich zum Wally Spielen mitnahm.

Hola,

beginnen werde ich diesen Monatsbericht mit zwei schönen Erlebnissen, die ich mit meinen Jungs im letzten Monat gemacht habe, anschließend berichte ich von meiner Fahrt auf der Straße des Todes.

Mitte des Monats haben wir mit den Jungs den Militärflughafen von Cochabamba besucht. Morgens um halb 10 machten wir uns auf den Weg, um bei strahlend blauem Himmel das Gelände zu besichtigen. Eine Frau führte uns durch zwei große Lagerhallen und zeigte uns verschiedene Personen- und Transportmaschinen. Für unsere Jungs war das Ganze ein tolles Erlebnis, vor allem, als sie am Ende selbst in ein Flugzeug steigen durften und auf den Sitzen platznehmen konnten. Viele von Ihnen hatten bis dahin noch nie das Innere eines Flughafens gesehen, geschweige denn eines Flugzeugs

Ruck Zuck ist schon wieder ein weiterer Monat vorbei. Jedoch unterscheidet sich der zweite Monat sehr von dem Ersten. Der erste Monat stand unter dem Motto „Ankommen“. Vieles Neues habe ich erlebt und gelernt. Ein richtiger Rhythmus war nicht vorhanden. Und genau in diesem Punkt unterscheidet sich der zweite Monate. Langweilig!!!???

Und schon wieder  ist ein weiterer Monat um. Die Wochen vergehen wie im Flug und ich kann kaum glauben, dass schon bald Weihnachten ist. In der Berufsschule läuft soweit auch alles gut und es hat sich nicht groß etwas verändert.  Was sich jedoch verändert hat ist die Tatsache, dass ich keinen Sprachkurs mehr habe. Das gibt mir zum Einen die Möglichkeit auch mehr mit den jüngeren Jungs zu machen und zum Anderen kann ich Walter und Primo, den beiden Straßenarbeitern, bei ihrer Arbeit auf der Straße helfen.

im Monat Oktober war ich neben der Arbeit in meinem Projekt viel unterwegs. Davon will ich in diesem Monatsbericht erzählen.

Anfang Oktober habe ich mit Carmen, meiner Sprachlehrerin, und den anderen Freiwilligen einen Ausflug nach Incallaqta gemacht. Hinter diesem, fast unaussprechlichem Namen, verbirgt sich eine alte Inkastadt, die im 15. Jahrhundert im Zuge der Ausdehnung des Reichs errichtet wurde. Die Inkastätte liegt an den Hängen eines Tals in etwa 3000m Höhe. Über die Berge ist die Siedlung nur schwer zu erreichen, weswegen sie früher vor allem als Festungspunkt diente.

In diesem Bericht werde ich euch von meiner Arbeit in Tiquipaya Wasi berichten.

Normalerweise beginnt mein Tag um 7 Uhr morgens mit dem Klingeln des Weckers. Frisch und ausgeruht erhebe ich mich von meiner Schlafstätte und mache mich fertig, denn schon um viertel nach 7 gibt es Frühstück. Die Jungs sind meistens schon etwas früher wach, weil sie jeden Morgen ihre Oficios, beispielsweise Putzdienste, erledigen müssen. In der Küche ist Doña Maria schon am Arbeiten und begrüßt mich mit einem herzlichen Lächeln. Sie ist die Köchin und die gute Seele des Projekts und als einzige Mitarbeiterin seit der Gründung des Projekts 1989 mit dabei.